167 nicht immer grün

Shownotes

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jan-grobi: Kiek an 167, ich bin heute mal so fast, wie soll man sagen, auf Abwägen.

tim-pritlove: Fremdgegangen.

jan-grobi: Fremdgegangen, genau, ihr hört schon. Ich bin im Prenzlauer Berg,

jan-grobi: da habe ich früher auch mal gewohnt und habe hier viel Jugendzeit verbracht

jan-grobi: und ich bin bei Tim zu Gast. Hallo Tim.

tim-pritlove: Hallo. Guten Tag.

jan-grobi: Und wir reden nicht von ungefähr miteinander, sondern du hast den Sommer nochmal

jan-grobi: Revue passieren lassen, aber lass uns erst mal über Fußball so ein bisschen

jan-grobi: reden, dann reden wir über alles Weitere.

jan-grobi: Wir waren gestern beim Spiel unserer Frauen und es war beeindruckend.

tim-pritlove: War es, in der Tat.

jan-grobi: Wie wir den, naja, nach Minuspunkten waren sie ja zu dem Zeitpunkt,

jan-grobi: hätten sie noch Platz 3 holen können, wenn sie alle gewinnen.

jan-grobi: Also die haben so noch zwei Nachholspiele gegen,

jan-grobi: Wolfsburg und gegen Bayern. Es ist unwahrscheinlich, dass sie die gewinnen,

jan-grobi: aber wenn sie die gewonnen hätten, wären sie ja Platz 3 gewesen und ich finde,

jan-grobi: wir haben sie ganz schön gut hergespielt.

tim-pritlove: Allerdings, also das war wirklich ein bemerkenswertes Spiel und man hatte so

tim-pritlove: den Eindruck, dass so das erste Mal,

tim-pritlove: Vielleicht nicht das erste Mal, aber zumindest so in einem signifikanten Maße

tim-pritlove: mal so die Power und die Performance und die Fähigkeiten dieses Teams so zusammen kamen.

jan-grobi: Du hast so ein bisschen gedacht, oh wie lange werden sie das Pressing durchhalten,

jan-grobi: weil sie sind ja sehr früh auf die Spielerinnen von Bremen hochgegangen.

jan-grobi: Angefangen hat es ja erstmal, dass ich allen Bremer natürlich gratuliert habe

jan-grobi: oder mich bedankt habe für den grandiosen Sieg am Sonnheim gegen Wolfsburg.

jan-grobi: Und sie haben dann gesagt, haben wir doch für uns gemacht. Nee,

jan-grobi: ihr habt das für ganz Deutschland gemacht.

tim-pritlove: Jetzt bist du bei den Männern.

jan-grobi: Aber wobei ich eigentlich hinaus wollte, war ja eine beeindruckende Kulisse

jan-grobi: für einen Auswärtsblock, muss ich sagen.

tim-pritlove: In der Tat, ja. Ich weiß nicht, wie viele das waren. Also ich schätze, ich schätze.

jan-grobi: 250, 300 waren es bestimmt.

tim-pritlove: Mindestens. Also das war solide und die haben auch ganz ordentlich Support gemacht.

tim-pritlove: Nicht, dass man da jetzt so viel von gehört hätte, weil der Support bei uns

tim-pritlove: stimmte auch und bei dem Spielverlauf war ja ohnehin nicht gerade wenig Stimmung angesagt.

jan-grobi: Aber eigentlich bei Montagsspielen die ersten 14 Minuten nicht irgendwie,

jan-grobi: war mir mal so. Haben wir aber uns diesmal überhaupt gar nicht daran gehalten.

tim-pritlove: Ich dachte, geht das nicht nur für Lanzig?

jan-grobi: Nee, irgendwie bei Montagsspielen hat man sich so irgendwie vereinbart,

jan-grobi: dass man sozusagen dagegen protestiert.

jan-grobi: Wir hatten ja auch einen Banner zu hängen, was nach 15 Minuten abgemacht wurde,

jan-grobi: Stimmt Und so lange sollte im Prinzip Ja, sollte die Zuschauer nicht zu hören sein.

tim-pritlove: Aber Hat keiner Bescheid gesagt Hat keiner Bescheid gesagt.

jan-grobi: Ja Und ja, ging auch los wie die Feuerwehr Wir haben beeindruckend die Spielerinnen

jan-grobi: zugestellt von Bremen Und Ja, jetzt weiß ich gar nicht, in welcher Minute das Tor war.

tim-pritlove: Es ging glaube ich in der, lass mich nachschlagen, 18. Minute ging es los.

tim-pritlove: Aber bis dahin waren schon mehrere Sachen zu sehen.

tim-pritlove: Also erstmal fand ich, waren sie super intensiv.

tim-pritlove: Also nicht nur, dass sie so ein Pressing organisiert haben, sondern sie waren

tim-pritlove: auch bei Ballverlusten immer sofort hinterher, haben hinten gut zugemacht.

tim-pritlove: Und man merkt auch richtig, wie diese Bremerinnen überhaupt gar keine,

tim-pritlove: also sie wussten überhaupt nicht, wo sie den Hebel ansetzen sollten.

tim-pritlove: Das war irgendwie so, ja, wie bespielen wir die denn jetzt?

tim-pritlove: Die sind hier so gallig und dazu kam auch noch, fand ich, dass wenn...

tim-pritlove: Wenn die Unionerinnen sich den Ball geholt haben, dann ging es auch sofort ab.

tim-pritlove: Also es war sofort ein Plan da, es waren auch alle irgendwie an ihren Plätzen,

tim-pritlove: die ganze Zeit so, das war ja schon fast Tiki-Taka, was sie da gespielt haben,

tim-pritlove: so One-Touch, zack, hier mal im Dreieck, bumm, bumm, bumm, hin und her,

tim-pritlove: hier mal so ein Testpass gleich wieder zurück im Mittelfeld.

tim-pritlove: Brimmerinnen standen immer so ein bisschen daneben und konnten irgendwie mitschreiben,

tim-pritlove: aber das war es dann irgendwie auch.

jan-grobi: Ja, und vor allen Dingen hast du die freie Frau gesehen und normalerweise ist

jan-grobi: es im Spiel immer so, wenn du stehst, ich stehe ja nur weiter oben im Stadion

jan-grobi: und denke mir, da musst du hinspielen.

jan-grobi: Und diesmal, da spielst du ja hin. Also es war ja wie,

jan-grobi: also als ob man beeinflussen kann, weil man gesagt hat, da müsste er jetzt eigentlich hin.

tim-pritlove: Du hast mental FIFA gespielt sozusagen. Ja, nee, das stimmt.

tim-pritlove: Und vor allem auch mit Mut zu Seitenverlagerungen.

tim-pritlove: Es ging immer viel über die Flügel und wenn es auf dem rechten Flügel nicht

tim-pritlove: gingen, dann zack, bumm, auf die andere Seite. Die Pässe kamen an, die anderen waren gut.

jan-grobi: Und wir haben ja diesmal auch nicht mit Kara Böse spielt, sondern mit Böhi.

tim-pritlove: Genau.

jan-grobi: Und, das habe ich ganz vergessen, liebe Grüße an Nadine.

jan-grobi: Wir haben überlegt, wer auf der Spieltagsglatte, welche Spielerin auf der Spieltagsglatte

jan-grobi: war, weil da stand kein Name zu und wir haben wirklich diese Poster uns angeguckt.

jan-grobi: Keine Ahnung, da bin ich runtergegangen zu Nadine, habe gefragt, wer ist das?

jan-grobi: Ne, war sie nicht.

tim-pritlove: Achso, die neue da, die Julia.

jan-grobi: Ne, auch nicht, die jetzt verletzt ist.

jan-grobi: Da komme ich jetzt auch nicht drauf.

tim-pritlove: Du redest nicht von der Torhüterin jetzt?

jan-grobi: Nee.

tim-pritlove: Achso, verstehe.

jan-grobi: Nee, ich bin jetzt kurz gesprungen, wie ich immer so gerne mache.

tim-pritlove: Das merke ich schon.

jan-grobi: Aber wie sagt Nadine, wirst du das wie aus der Pistole geschossen?

jan-grobi: Also Fakten, kann Textil vergehen auf jeden Fall.

tim-pritlove: Okay.

jan-grobi: Ja, jedenfalls, aber die Sicherheit, die Bibi ausgestrahlt hat,

jan-grobi: um mal wieder zurückzukommen zum Spiel, hat an nichts vermissen lassen.

jan-grobi: Also man hat hintenrum auch mal gespielt, man hat, wie du schon sagtest,

jan-grobi: die Seite gewechselt und folgerichtig fiel dann auch das 1 zu 0.

jan-grobi: Ja, vielleicht ein bisschen unerwartet, aber doch sehr gut.

tim-pritlove: Und ja und das war auch erarbeitet, also man merkte einfach die haben Druck

tim-pritlove: gemacht, die Bremerin kamen eigentlich, ich meine die hatten zwar glaube ich

tim-pritlove: auf Papier mehr Ballbesitz und durften immer so ein bisschen in ihrer eigenen Hälfte herum.

jan-grobi: Ja ungefährlichen Ball besitzen.

tim-pritlove: Ja ungefährlich halt, weil es war ja eigentlich eher so ein bisschen so ein,

tim-pritlove: wo geht es denn hier rein, aber es hat sich dann einfach für sie selten mal

tim-pritlove: wirklich einen Weg bis in den gegnerischen,

tim-pritlove: Strafraum eröffnet und da durften sie dann den Ball gerne besitzen,

tim-pritlove: aber kaum, dass Union den Ball hatte, war halt sofort ein Plan da.

tim-pritlove: Man merkte so richtig, dass da sofort was abgefeuert wurde und es war auch nicht

tim-pritlove: nur ein Plan, den man jetzt immer wieder verzweifelt versucht hat,

tim-pritlove: sondern es war immer der Situation angemessen, sehr variabel,

tim-pritlove: mit super Einsatz und ist überhaupt ziemlich schwierig, irgendjemanden groß

tim-pritlove: hervorzuheben in dem Team, aber was mir sofort, ich meine, ich war jetzt lange

tim-pritlove: nicht mehr bei einem Heimspiel.

tim-pritlove: Ich war jetzt ein paar Monate weg und,

tim-pritlove: Ich hatte zum Beispiel die Lia Kammer bisher noch nicht live spielen gesehen.

jan-grobi: War aber eine sehr Bereicherung.

tim-pritlove: Unfassbar, also was die für eine Präsenz und für eine Ruhe hatte.

tim-pritlove: Also die hat dann auch so, ja dann so zwei Bremerinnen auf sie drauf,

tim-pritlove: super enge Situation, aber sie wurschelte sich da immer irgendwie durch und

tim-pritlove: auch ohne irgendwie irgendeine Hektik auszustrahlen, sondern so ja Entschuldigung,

tim-pritlove: ich bin Unionerin, ich muss hier durch,

tim-pritlove: gehen Sie bitte zur Seite, Sie haben mir nichts zu melden. Das fand ich einfach mega souverän.

jan-grobi: Ich hatte mir sogar am Anfang vorgenommen, mal so darauf zu achten,

jan-grobi: wie viele Sekunden wir immer den Ball haben, bis wir den wieder abgeben,

jan-grobi: weil das ja eine Tugend war bisher, immer von uns relativ schnell wieder ein

jan-grobi: paar Bälle zu verlieren und das habe ich mir aber ernsthaft abgefühlt,

jan-grobi: weil das ja nicht passierte.

jan-grobi: Also am Anfang sagt man, wir hatten ja Anstoß, weil die Bremer die Platzwahl

jan-grobi: gewonnen hatten und wir haben ja auch verkehrt rumgespielt.

jan-grobi: Da war nach zwölf Sekunden, dass wir den Ball verloren hatten und danach habe

jan-grobi: ich einfach nicht mehr mitbekommen, weil wir haben uns den sofort wieder geholt

jan-grobi: und haben dann eigentlich sozusagen immer, wenn wir den Ball hatten,

jan-grobi: relativ den Abschluss gesucht und wenn die Bremerinnen den Ball hatten,

jan-grobi: ja dann hat es ein bisschen länger gedauert, dann hast du recht,

jan-grobi: da war mehr Ballbesitz, aber wie gesagt, die hatten Angst, nach vorne zu spielen.

jan-grobi: Ja, irgendwie hatte man nicht das Gefühl, wahrscheinlich hatten sie nicht die Angst.

tim-pritlove: Aber es war kein Platz. Einfach auch kein, ja weiß ich nicht,

tim-pritlove: also wenn sie einen Plan hatten, dann ging er nicht auf.

jan-grobi: Genau.

tim-pritlove: Sagen wir es mal so. Ja, also ich fand es mega, ich fand auch den ganzen Sturm fand ich gut, ich meine,

tim-pritlove: hier Aline Kempel ist ja eh immer finde ich unterwegs, aber hatte ich auch noch nicht live gesehen,

tim-pritlove: Eulings ist ja jetzt Hanna Eulingsen.

tim-pritlove: Er ist seit kurzem wieder zurück.

tim-pritlove: Die habe ich also noch gar nicht spielen gesehen oder zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

tim-pritlove: Das war irgendwie mega, wie sie auf der linken Seite geackert hat.

tim-pritlove: Sophie Weidauer war auch super präsent. Hat auch immer sofort einen Abschluss

tim-pritlove: gesucht, wenn sich irgendwie nur die Gelegenheit geboten hat.

tim-pritlove: Hatte jetzt leider nicht so ein Glück wie beim letzten Spiel mit ihrem super

tim-pritlove: Traumtor da von der Seite.

jan-grobi: Leonie Köster war auf dem Poster.

tim-pritlove: Die hat sich wieder verletzt. Die hat ja auch ein Glück.

tim-pritlove: Naja, auf jeden Fall gut, Heisi hat ja auch noch ein Tor gemacht Bremen.

jan-grobi: Hat ja auch ein Tor gemacht, nämlich der 2-0 nach einer Ecke,

jan-grobi: achso, das Eigentor das war auch weiß ich nicht, also wir haben so spekuliert,

jan-grobi: kommt die im Sommer zu uns, also wie sie den Ball eingeköpft hat,

jan-grobi: sah das eher so als ob es ihr wollt,

jan-grobi: aber wollte wahrscheinlich klären bevor irgendeine Unionerin da rankommt.

tim-pritlove: Genau, also ich glaube Lea Kamba war da relativ nah dran, also ich glaube wenn

tim-pritlove: sie da nicht eingegriffen hätte, dann hätten sie Unionerin das vielleicht auch geschafft.

tim-pritlove: So oder so, so eine Situation muss man ja auch erstmal herbeiführen,

tim-pritlove: um sich ein Eigentor zu gönnen und das haben sie auf jeden Fall gemacht.

jan-grobi: Und vorher hatten wir noch einen Elfmeter gegen uns?

tim-pritlove: Oh ja.

tim-pritlove: Der scheiße geschossen war.

jan-grobi: Der war, also war wohl Handspiel, war nicht so richtig zu sehen im Stadion.

tim-pritlove: Ja, war es deutlich. Unstrittig auch.

jan-grobi: Ich hatte teilweise, hatte ich den Stream von Sport1 an, weil man sich,

jan-grobi: weil die ja so ein bisschen versetzt sind.

tim-pritlove: Ja.

jan-grobi: Und dann konnte man immer noch ganz schnell gucken. Und da die ja keinen Einlocken

jan-grobi: brauchen, sondern ich hab einfach, sag mal, Livestream angehabt,

jan-grobi: konnte ich da mal gucken und konnte mir die Tore dann nochmal angucken,

jan-grobi: aber den Handspieler war ich zu spät.

tim-pritlove: Ja, sie hat sich so zur Seite gedreht, hatte die Hand draußen,

tim-pritlove: das war vollkommen unstrittig.

tim-pritlove: Ja, aber, wie heißt sie hier, Müllhaus, die ja sonst eigentlich eine relativ

tim-pritlove: sichere Spielerin ist, ich glaube auch Nationalspielerin mittlerweile,

tim-pritlove: die hat den einfach links so halb Ja.

jan-grobi: War keine Geschwindigkeit drin.

tim-pritlove: Auch keine, auch nicht sonderlich weit in der Ecke.

tim-pritlove: Ich meine, gut, muss er auch erstmal ahnen und muss du auch erstmal kriegen,

tim-pritlove: hat sie dann abgewehrt und dann Nachschuss auch noch verhindert,

tim-pritlove: das war schon cool und ich glaube das war auch so der Moment,

tim-pritlove: wo dann irgendwie klar war, ihr könnt uns gar nichts.

tim-pritlove: Ab jetzt Attacke und so kam es ja dann auch so, dass es dann zur Halbzeit schon

tim-pritlove: 3-0 stand, weil Heisi auch nochmal einen Nachschuss,

tim-pritlove: der von der Torhüterin abgewehrt wurde, auch nochmal reingeballert hat und dann

tim-pritlove: ging man halt mit 3-0 in die Pause und Und damit war irgendwie auch schon alles

tim-pritlove: geritzt so ein bisschen.

jan-grobi: In dem Wissen, dass du ja noch die nötigen Punkte holen musst,

jan-grobi: also die Konstellation ist relativ einfach.

jan-grobi: Jena spielt am Freitag und Essen am Samstag jetzt nächste Woche.

jan-grobi: Und sollte Jena und Essen...

jan-grobi: Nicht gewinnen, dann brauchen wir noch vier Punkte sozusagen,

jan-grobi: also vor dem Spiel gegen Bremen vier Punkte und wir spielen nur noch gegen Wolfsburg, Bayern, Frankfurt,

jan-grobi: den HSV, okay und deswegen war das Bremen Spiel so wichtig und ich habe immer

jan-grobi: so ein bisschen gehofft auf wenigstens einen Punkt.

jan-grobi: Ja klar, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Essen und Jena trotzdem nicht,

jan-grobi: noch zu uns angekommen wären, aber mit dem 3-0 war ich mir noch nicht so sicher,

jan-grobi: aber ich fand es schon erstmal beeindruckend, dass wir mit 3-0 in eine Pause

jan-grobi: gegangen sind und ja, dann erwartungsfroh, was dann passierte und wir erhöhten

jan-grobi: dann nochmal auf 4-0 sogar und dann sind die Bremerinnen ja relativ,

jan-grobi: ausgerastet, also mit roter Karte und...

tim-pritlove: Ja, wobei, also das habe ich mir nochmal angeschaut, das war kein rot.

jan-grobi: Nee, hat sie nicht geschlagen.

tim-pritlove: Also ich habe da von Schlagen nichts gesehen.

tim-pritlove: Es kam halt so von hinten, das war vielleicht so ein bisschen der Auslöser, aber egal.

tim-pritlove: Also haben wir ja nicht in unserer Kontrolle, wie die Karten vergeben werden.

tim-pritlove: Nochmal kurz zur Tabellensituation.

tim-pritlove: Also Jena kann uns jetzt schon nicht mehr überholen.

tim-pritlove: Und Essen.

tim-pritlove: Also wenn sie sozusagen, es werden jetzt noch 15 Punkte vergeben,

tim-pritlove: sie haben 12, dann werden es 27, wenn sie alles gewinnen, was sie nicht werden.

tim-pritlove: Von daher kann man sagen.

jan-grobi: Klassenerhalt ist erreicht. Am Montagnachmittag noch, bevor das Spiel angepfiffen

jan-grobi: wurde, da hatte ich noch gerechnet und da habe ich gesagt, wir brauchen vier

jan-grobi: Punkte nach Möglichkeit, um den Klassenerhalt sicher zu machen.

jan-grobi: Auch mit dem Wissen, dass Jena und Essen nicht alle werden,

jan-grobi: das ist sehr unwahrscheinlich, aber Drei haben wir jetzt sozusagen davon Und

jan-grobi: ich hab mir überlegt, gegen den HSV in Hamburg wird schwer, aber vielleicht

jan-grobi: möglich, aber wir bräuchten noch irgendwo was Besonderes,

jan-grobi: Und ja, und das war dann gestern halt. Da habe ich mich natürlich umso mehr

jan-grobi: gefreut, dass es dann sozusagen das ganze Spiel 4-1 ausging und du eigentlich

jan-grobi: sagen kannst, naja, zu früh darf man das nicht sagen, aber eigentlich kannst

jan-grobi: du sagen, wir spielen nächstes Jahr auch wieder Bundesliga.

tim-pritlove: Ich glaube, das kann man jetzt schon mal so festhalten, weil das ist schon,

tim-pritlove: ich weiß nicht, da gibt es glaube ich keine nennenswerten Wahrscheinlichkeiten,

tim-pritlove: mit denen man das jetzt noch in Zweifel ziehen könnte.

jan-grobi: Ja und ansonsten über die Männer brauchen wir nicht groß zu reden,

jan-grobi: ein Klarheit 4-0 in München,

jan-grobi: bis zur 44. Minute sah es eigentlich ganz gut aus, wie wir verteidigt haben,

jan-grobi: aber dann haben die Bayern eben mal angezogen und,

jan-grobi: die haben zwar alle erzählt, dass Harry Kane so viele Tore geschossen hat wie

jan-grobi: ganz Union, aber ganz ehrlich Harry Kane hat auch so viel gekostet wie der Kader von Union.

jan-grobi: Das zu vergleichen ist einfach Schwachsinn,

jan-grobi: du fährst nach München wenn du

jan-grobi: einen guten Tag hast und die einen ganz schlechten holst einen

jan-grobi: Punkt haben die einen extrem schlechten und du wirklich einen hervorragenden

jan-grobi: Tag und es klappt alles und du spielst vielleicht zwischen zwei Real Madrid

jan-grobi: spielen gegen die wo die auch im Kopf nicht ernst so klar sind dann kannst du

jan-grobi: das auch mal gewinnen aber im Allgemeinen ist das ein Klassenunterschied und

jan-grobi: deswegen brauchen wir da nicht groß zu reden erwartbar null Punkte.

jan-grobi: Mit vier Toren waren wir gut bedient. Ich würde darauf nicht weiter eingehen.

jan-grobi: Worauf ich lieber eingehen würde ist, du warst in Südafrika.

tim-pritlove: Ja, das stimmt. Ich war in Südafrika das erste Mal und ja, war eine sehr aufschlussreiche Fahrt.

tim-pritlove: Also genau genommen war ich halt am Westkap, also die Region um Kapstadt,

tim-pritlove: damit habe ich mich im Wesentlichen aufgehalten.

tim-pritlove: Am Ende war ich dann auch nochmal im Kruger Nationalpark, das ist ja dann im

tim-pritlove: Osten, um mal zu kicken, wie es da so ist.

tim-pritlove: Aber im Wesentlichen habe ich so diese Region um Kapstadt herum erkundet.

jan-grobi: Gab es da Gründe dafür oder war einfach mal Reiseziel?

tim-pritlove: Naja, mir hat sich die Gelegenheit gegeben, weil ein Freund von mir dort sozusagen

tim-pritlove: ein Haus hat und ich dort unterkommen konnte.

tim-pritlove: Das war also von daher ein günstiger Urlaub.

jan-grobi: Temperaturen?

tim-pritlove: Weil jetzt für die ganze Zeit über da Hotel zu bezahlen, das wäre mir dann doch

tim-pritlove: auch ein bisschen zu happig gewesen.

tim-pritlove: Temperaturen gibt es auch, ja. Also ich hatte zwischenzeitlich so zwischen 50

tim-pritlove: und 60 Grad Temperaturunterschied zu Berlin.

tim-pritlove: Also es ging so in der Regel immer zwischen, naja, 25 bis 30 und dann halt auch mal, gab auch mal 40.

tim-pritlove: Ja, das ist da, ich meine es ist Sommer. Also ich bin da Mitte Januar hingekommen.

tim-pritlove: Dann endet da so ein bisschen die Hochphase, die so im Jahreswechsel herum ist,

tim-pritlove: also was so die inner-südafrikanischen Urlaubs,

tim-pritlove: die inner-südafrikanischen urlaubsbewegungen betrifft.

tim-pritlove: Das heißt, dann legt sich das schon wieder so ein bisschen die Aufregung in

tim-pritlove: den ganzen Orten, aber es hat trotzdem noch viel Tourismus und warm ist es da

tim-pritlove: sowieso noch lange und auch jetzt noch.

jan-grobi: Und du hast dich mit dem Motorrad da fortbewegt?

tim-pritlove: Nee, hab ich nicht. Das hätte ich gerne.

jan-grobi: Achso, das war ich verstanden.

tim-pritlove: Nee, nee, das wäre toll gewesen.

jan-grobi: Und du, ich hab ja nun, also aktuell müsste gerade Thomas Mayer von der Stiftung

jan-grobi: unten in Südafrika auch sein.

jan-grobi: Die wollten im März da irgendwie hinfahren und wieder Sachen hinbringen und

jan-grobi: Unterstützung bringen.

jan-grobi: Also ich bin ja eine AG Sozialist, deswegen bin ich da immer reichlich informiert,

jan-grobi: was die so vorhaben und du warst auch in der alten Försterei 2 und hast den

jan-grobi: Darius Urbanski besucht.

tim-pritlove: So sieht's aus. Genau. Das wollte ich mir natürlich nicht nehmen lassen, diese Gelegenheit.

tim-pritlove: Ich war im Vorfeld, bin ich auch bei der Stiftung vorbeigeladen und hab gesagt,

tim-pritlove: so hier, ich fahr da hin, hab da irgendwas mitzugeben.

tim-pritlove: So hatten sie dann auch. Ich hab also eine ganze Kofferladung,

tim-pritlove: irgendwie 25 Kilogramm Trikots und Hosen für Kids halt.

tim-pritlove: Also die ganze Restware, die nicht mehr losgeworden sind und die ja dann auch

tim-pritlove: nicht weiter verkauft wird.

tim-pritlove: Das habe ich halt irgendwie da alles so, ja hier nimm mit. Schick Fotos,

tim-pritlove: weißt du? Das fand ich auch sehr cool.

tim-pritlove: Genau. Die habe ich dann reingebracht. Leider hat sich der südafrikanische Zoll

tim-pritlove: dann ein bisschen quergestellt.

tim-pritlove: Musste noch Zoll drauf gezahlt werden.

jan-grobi: Wie viel muss man da ungefähr so beraten?

tim-pritlove: Naja, es war dann so ein bisschen so Verhandlungsmasse. Ich glaube am Ende waren

tim-pritlove: das irgendwie 150 Euro, die wir nochmal zahlen mussten.

tim-pritlove: Naja, egal, wieder was gelernt, muss man irgendwie besser verstecken.

jan-grobi: Also weil Fußballklammern sind?

tim-pritlove: Naja, erstens, das Hauptproblem war, das kam halt alles sozusagen noch aus dem

tim-pritlove: Verkauf, da waren dann teilweise noch Preisschilder dran, das war natürlich

tim-pritlove: ein bisschen blöd, da habe ich nicht drüber nachgedacht, aber naja, egal,

tim-pritlove: am Ende zählte das nicht, ich wollte das halt nur alles mitbringen und ja,

tim-pritlove: das das war dann sozusagen im Gepäck.

tim-pritlove: Das war dann so zwei Wochen, nachdem ich da war, nachdem ich die Gegend schon

tim-pritlove: so ein bisschen erkundet habe, ging es dann hin.

tim-pritlove: Und jetzt muss man vielleicht mal so ein bisschen die Geografie Südafrikas neutern.

jan-grobi: Genau, das wäre meine nächste Frage.

tim-pritlove: Also Südafrika, wie der Name schon nahe liegt, bedeckt ja sozusagen diesen ganzen

tim-pritlove: Südzipfel des Kontinents.

tim-pritlove: Mit so zwei kleinen Ausnahmen. Da gibt es ja dieses Lesotho,

tim-pritlove: was da noch so reingestempelt ist.

tim-pritlove: Und wenn er Wenn du mal so geologisch draufblickst, dann hast du untenrum so

tim-pritlove: einen ganzen Bergkranz, der so fast das ganze Land so einschließt und das ist relativ nah am Meer.

tim-pritlove: Und das ist dann auch so natürlich ein meteorologischer Trenner,

tim-pritlove: weil natürlich der ganze Regen, der von dem Meer kommt, das ganze Wasser,

tim-pritlove: was dort ist, verdampft und dann irgendwie aufs Land getragen wird,

tim-pritlove: regnet sich halt an dieser Bergkante wunderbar ab.

tim-pritlove: Das ist schön für die Seite zum Meer, das ist also teilweise super grün,

tim-pritlove: da gibt es ja dann im Süden diese sogenannte Garden Route, da hast du halt irgendwie

tim-pritlove: Wälder und da ist irgendwie alles grün und überhaupt ist halt irgendwie alles

tim-pritlove: super abwechslungsreich,

tim-pritlove: aber du hast halt auch so Dünenlandschaften, du hast auch trockenere Gebiete,

tim-pritlove: aber so Berge und Meer und Südafrika ist wirklich ein hübsches Land.

tim-pritlove: Hinter diesen Bergen dann wiederum ist es dann aber auch sofort trocken.

tim-pritlove: Es gibt dann so einen ersten Einschluss, das nennt sich die kleine Karu und

tim-pritlove: dahinter nochmal ein größerer Bereich, die große Karu.

tim-pritlove: Das sind so Wüstenregionen, also da ist es halt sehr trocken.

tim-pritlove: Da regnet es halt nur ein paar Mal im Jahr und wenn man halt so da über die

tim-pritlove: Berge so rüberfährt und zack kommst du da runter und auf einmal ist irgendwie

tim-pritlove: alles anders. Auch sehr hübsch, aber auch sehr heiß.

tim-pritlove: Und in dieser kleinen Karu liegt der Ort Auzhorn.

tim-pritlove: Und Auzhorn ist bekannt für die Straußenzucht.

tim-pritlove: Das ist eigentlich so das Weltzentrum der Straußenzucht immer schon gewesen,

tim-pritlove: ist es eigentlich auch immer noch.

tim-pritlove: Die floriert nicht mehr so sehr, wie sie es früher mal tat, weil Straußenfedern

tim-pritlove: heutzutage jetzt nicht mehr so in der Nachfrage sind.

tim-pritlove: Da gibt es halt genug Plastikprodukte, um diesen Bedarf zu decken,

tim-pritlove: den man früher eben nur mit Straußenfedern decken konnte.

tim-pritlove: Nachfrage nach Straußenfleisch gibt es zwar, aber so die Hochzeit ist so ein bisschen vorbei.

tim-pritlove: Nichtsdestotrotz, dort gibt es eine ganze Menge Straußenfarmen und eine dieser

tim-pritlove: Straußenfarmen hat sich einst der Vater von dem Dario gekauft,

tim-pritlove: damals noch in der Erwartung damit auch irgendwie ein bisschen Geld zu verdienen,

tim-pritlove: weil es halt super lief und es war ja auch so eine exklusive Zone,

tim-pritlove: also es gab es so nirgendwo anders.

tim-pritlove: Aber dann kam halt irgendwie so Vogelgrippe und andere Ereignisse,

tim-pritlove: die leider dann dieses Business ein bisschen tot gemacht haben.

tim-pritlove: Aber die sind halt dort geblieben, nachdem sie ausgewandert sind.

tim-pritlove: Und ja, Dario und Kam haben jetzt immer noch diesen Ort, heißt Straußennest,

tim-pritlove: ist halt eigentlich mehr so ein Gästehaus.

tim-pritlove: Die haben noch ihre Strauße, aber die verkaufen jetzt kein Fleisch oder so,

tim-pritlove: also sind jetzt nicht wirklich da in der Produktion.

tim-pritlove: Sondern das sind sozusagen einfach nur so die Tiere vor Ort,

tim-pritlove: die da so ein bisschen zu der Stimmung beitragen und sie haben sich ein paar

tim-pritlove: schöne Gästehäuser gebaut und empfangen Gäste, vor allem viel aus Europa,

tim-pritlove: viel aus Deutschland und viele Fußballfans.

jan-grobi: Er ist ja ein Alt-Unioner, also vom Fanclub Alt-Unioner und insofern natürlich

jan-grobi: ist der Kontakt nie abgerissen und ihr hört es ja dann im abspannenden Interview,

jan-grobi: was Tim hier geführt hat mit Darius.

jan-grobi: Da kommt es ja auch drinnen vor, dass 2010 ja die Fußball-Weltmeisterschaft

jan-grobi: in Südafrika war und dass dann ein richtiger Hype um das Land ging, was Fußball betrifft.

jan-grobi: Vorher haben die eben alle Rugby und was weiß ich was für Sportarten.

jan-grobi: Cricket, was eben die englischen Kolonialherren damals eben halt so gespielt haben.

jan-grobi: Und dann kam die Idee, eben die alte Försterei zu kopieren, nee, ein Stadion zu bauen und,

jan-grobi: als Alte Unioner kam er auf keinen anderen Namen als die alte Försterei 2 und

jan-grobi: das ist ja in Berlin wieder halt, also das war ja, das wollten ja alle auch.

jan-grobi: Und da ist eben viel Know-how hingegangen und der hat ja auch immer wieder besucht,

jan-grobi: das wird ja immer berichtet und,

jan-grobi: Ja, ich will nicht vorgreifen, aber aktuell geht es wohl gerade darum,

jan-grobi: ein Containerdorf zu bauen, wo man sozusagen die.

tim-pritlove: Kids unterbringen kann. Also vielleicht sollte man nochmal zu dieser Situation

tim-pritlove: des Stadions ein bisschen was sagen.

tim-pritlove: Also das Ganze ist in der Wüste, eingeschlossen von so Bergen, ist alles ganz schick.

jan-grobi: Wie kriegen die Wasser ran?

tim-pritlove: Na, es gibt da schon Flüsse, aber nicht viel, aber das Wasser,

tim-pritlove: was dort halt fließt durch die kleine Karo, das dürfen sie halt so vor ausgehandelten.

jan-grobi: Also die fließt sozusagen an der anderen Seite vom Berg auch ein bisschen runter, wo es abregnet?

tim-pritlove: Ja, ich habe jetzt ehrlich gesagt nicht geschaut, wo der Flusslauf ist,

tim-pritlove: aber es gibt auf jeden Fall dort Wasser und da dürfen sie halt dann auch,

tim-pritlove: ich glaube alle zehn Tage oder so, habe ich jetzt gerade vergessen,

tim-pritlove: irgendwie mal ran für den Tag und haben also explizit die Erlaubnis,

tim-pritlove: dieses Stadion zu wässern, weil das haben sie ja da einfach in diesen sehr steinigen,

tim-pritlove: sandigen Boden reingehämmert, kann man fast sagen.

tim-pritlove: Also dazu mussten sie ja auch erstmal so eine, es gab jetzt nicht wirklich irgendeinen

tim-pritlove: Ort, wo es flach war. Sie haben so den Bereich genommen, der so am flachsten war.

tim-pritlove: Aber das hat alles so weit abgetragen und dann halt den Rasen drauf aufgebaut

tim-pritlove: und das ist ein ordentlicher Flussballplatz.

jan-grobi: Ist es ein normaler Rasen oder ist es ein Hybridrasen oder so?

tim-pritlove: Nö, es ist ein normaler Rasen, soweit ich das beurteilen kann.

jan-grobi: Und du hast ja auch drauf gespielt.

tim-pritlove: Ich hab auch drauf gespielt. Bin sogar gelobt worden.

jan-grobi: Ja, ich hab das vernommen.

tim-pritlove: Bist ein hervorragender Torwart. Meine alten Torwart-Skills noch mal reaktivieren,

tim-pritlove: das hat noch funktioniert, das hätte ich auch nicht gedacht.

tim-pritlove: Ja, also das ist...

tim-pritlove: Erstmal einfach ein Rasenplatz, aber sie haben es halt schön ausgebaut,

tim-pritlove: es gibt dort Flutlicht mit so LED-Flutern, sie haben sich eine schöne Bühne

tim-pritlove: dahin gebaut, wo das Ganze auch für sonstige kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

tim-pritlove: Also man merkt so richtig, das ist so ein Kulturzentrum in diesem Vorort von

tim-pritlove: Autshorn, also Lattegansfly heißt das ja, das ist sozusagen so ein Fly,

tim-pritlove: Fly ist so der holländische Name für so eine Senke, die sich,

tim-pritlove: wenn es mal regnet, dann mit etwas Wasser füllt.

tim-pritlove: Danach sind viele Orte benannt, das ist so ein typischer Ortsnamensuffix,

tim-pritlove: den du da überall findest,

tim-pritlove: genau und die ganzen Kids, die da halt in der Umgebung wohnen,

tim-pritlove: die zieht es dann halt nach der Schule automatisch dahin, die gammeln da einfach

tim-pritlove: am Platz rum, spielen Fußball,

tim-pritlove: dann gibt es halt irgendwie Training und sie haben irgendwie drei Mannschaften

tim-pritlove: mit denen sie also wirklich auch antreten und bauen das jetzt so sukzessive

tim-pritlove: aus wie halt Spenden reinkommen, wird das immer wieder investiert und es kommt

tim-pritlove: so Projekt nach Projekt nach Projekt.

tim-pritlove: Und es ist schon sehr viel da entstanden, muss man sagen. Also es sieht alles

tim-pritlove: sehr ordentlich aus, alles super gemacht.

tim-pritlove: Vor allem halt diese imposante, große Tribüne, die halt wirklich außergewöhnlich ist.

tim-pritlove: Also es ist nicht so groß wie jetzt in der richtigen, da passen eine Menge Leute

tim-pritlove: drauf und der Schatten ist auch wirklich erforderlich.

tim-pritlove: Und dahinter entstehen halt jetzt mit so Containern dann Behausungen für die Auswärtsgäste.

tim-pritlove: Weil wenn die halt irgendwo hinreisen, Unterkunft haben, dann können sie das Ja.

jan-grobi: Das ist nämlich das teuerste überhaupt, die Leute unterzubringen.

jan-grobi: Man kann wohl Freundschaftsspiele zwar machen oder Spiele gegen andere,

jan-grobi: aber das ist ein sehr großes Land.

jan-grobi: Das heißt, also die Abstände sind noch sehr groß und es ist nicht so,

jan-grobi: dass man einfach mal da ein Hotel findet und dann da pennen kann.

jan-grobi: Aber eine Isomatte mitnehmen wird eher funktionieren.

tim-pritlove: Ja und vor allem, also Kapstadt ist ja, sagen wir mal noch, die nächste,

tim-pritlove: Bis Großstadt, es gibt noch ein paar kleinere Städte, die sind ein bisschen

tim-pritlove: näher dran, aber bis Kapstadt, wenn man mit dem Auto von dort hinfährt,

tim-pritlove: erst mal so fünf Stunden unterwegs mindestens.

jan-grobi: Also das heißt, am gleichen Tag wieder zurück geht er nicht.

tim-pritlove: Zumindest nicht, wenn man da noch Fußballspiele inzwischen reinlegen werden.

tim-pritlove: Ja, es ist ein ganz uriges Gefühl, da zu sein.

tim-pritlove: Das Ganze ist merkwürdig. Auf der einen Seite denkst du ja auch so,

tim-pritlove: was bringt einen dazu, in eine Wüste zu ziehen?

tim-pritlove: Aber der Dario, der ist da angekommen. Der will auch nicht weg.

jan-grobi: Das klang auch durch.

tim-pritlove: Man verliert dann, glaube ich, auch so ein bisschen in den Bezug nach Deutschland.

tim-pritlove: Trotzdem freut er sich natürlich und also diese Unterstützung zu bekommen und

tim-pritlove: reißt da irgendwie auch nicht ab da in

tim-pritlove: seiner Energie da immer wieder was reinzuschauen, man merkt es so richtig.

jan-grobi: Ja, wobei es ja auch nicht weit weg ist von Deutsch-Südwestafrika früher mal,

jan-grobi: jetzt ja Nairobi, äh, Namibia, Entschuldigung, Nairobi ist so ein Quatsch.

tim-pritlove: Nairobi ist ein bisschen weiter.

jan-grobi: Ja, jetzt weiter, auch viel weiter östlich. Namibia meint ich natürlich.

jan-grobi: Sag mal, hat der demzufolge auch einen gewissen deutschen-holländischen Bezug irgendwie.

tim-pritlove: Die ganze Region? Ja, also ich meine, ich würde sagen, der deutsche Einfluss

tim-pritlove: ist jetzt in Südafrika nicht so stark wie in Namibia, weil da ist es definitiv so die dominante,

tim-pritlove: der dominante Einfluss in Südafrika ist es halt schon sehr viel mehr eben das holländische,

tim-pritlove: also die Holländer haben sich ja dort sozusagen zu den Afrikanern mit Doppel-A

tim-pritlove: entwickelt, die auch Afrikaans sprechen und dann später kamen ja die Engländer

tim-pritlove: dazu und heutzutage ist Englisch eigentlich so die Lingua Franca,

tim-pritlove: und du hast halt dann auch noch die Gebiete, die so Afrikaans dominiert sind,

tim-pritlove: insgesamt gibt es glaube ich so 11 oder 13 offizielle Sprachen in Südafrika,

tim-pritlove: naja klar, weil die ganzen schwarzen Tribes natürlich da auch noch mit dazukommen

tim-pritlove: und das ist halt irgendwie ganz viel Sulu und Sosa und wie sie alle heißen das heißt also,

tim-pritlove: Man merkt zwar, also es sind viele deutsche Touristen in Südafrika,

tim-pritlove: hier und da merkst du auch mal, gibt es so einen deutschen Einfluss,

tim-pritlove: aber es ist schon primär holländisch.

jan-grobi: Du fliegst auch ganz schön lange, ne? Zwölf Stunden?

tim-pritlove: Ich bin nach Zürich und dann glaube ich nochmal so 13 Stunden oder so.

jan-grobi: Ja, oder so, aber die gleiche Zeitzone, insofern kriegst du keinen Jet.

tim-pritlove: Also im Sommer ist eine Stunde andersrum, weil die keine Sommerzeit haben,

tim-pritlove: aber im Wesentlichen ist es das Gleiche. Das macht es halt auch ganz attraktiv.

tim-pritlove: Ich habe auch gelernt, in Südafrika wird auch viel des Telefonsupports,

tim-pritlove: den wir hier so für manche Dienste genießen,

tim-pritlove: abgelegt, weil natürlich viele dann doch entweder schon in der Lage sind,

tim-pritlove: Deutsch zu sprechen oder es ihnen zumindest nicht so schwerfällt oder die Bereitschaft

tim-pritlove: auch haben, das zu lernen.

tim-pritlove: Wahrscheinlich auch viele Deutsche, die einfach mittlerweile in Südafrika wohnen

tim-pritlove: und dort eben Telefonsupport machen und sich denken, das kann ich auch in warm haben.

tim-pritlove: Ist ein tolles Land. Ich habe das sehr genossen, da zu sein.

tim-pritlove: Diese alte Försterei ist irgendwie crazy, aber geil.

tim-pritlove: Und ja, insofern, das kann man schon mal machen.

jan-grobi: Ich war ja über Weihnachten und Silvester hier in Teneriffa und habe das Wetter auch sehr genossen.

jan-grobi: Also das war jetzt nicht der große Temperaturunterschied. Wir hatten da nur

jan-grobi: 22, 23 Grad so im Maximum.

jan-grobi: Und in Berlin waren zu der Zeit minus fünf, minus sechs so.

jan-grobi: Aber es macht mit der Seele was. Wenn man im Winter, da ist ja länger,

jan-grobi: also in Teneriffa war schon länger hell als in Deutschland und da ist ja nun

jan-grobi: richtig lange noch die Sonne.

jan-grobi: Das macht was mit der Seele, finde ich. Du tankst ganz anders auf.

jan-grobi: Diese Lockere kommt durch, oder? Du hast so ein.

tim-pritlove: Ist auch ein sehr freundliches Land.

jan-grobi: Du bist auch nicht mehr so angespannt, also die ganzen Themen sind weit weg.

jan-grobi: Kann man empfehlen, aber bis Teneriffa sind es fünf Stunden Flug.

jan-grobi: Da muss man noch ein bisschen länger sitzen. Da muss man sich überlegen,

jan-grobi: ob man das in der Holzklasse will.

jan-grobi: Wahrscheinlich wird die Holzklasse

jan-grobi: da auch besser sein als ein Touristenbomber, das weiß ich nicht.

tim-pritlove: Ja, das ging schon.

jan-grobi: Also in der Amerika.

tim-pritlove: Wenn man nicht so blöd ist wie ich, der im Hinflug sich keinen Sitz noch zusätzlich

tim-pritlove: reserviert hat, dann landest du so in der letzten Reihe, wo man den Sitz nicht

tim-pritlove: ganz nach hinten stellen kann.

tim-pritlove: Das war so ein bisschen so, aber ansonsten war es okay.

jan-grobi: Na gut, dann denke ich mal, werdet ihr im Anschluss das Interview,

jan-grobi: was du mit Dario geführt hast, hören.

tim-pritlove: Genau, ich habe mich ja mit ihm noch zusammengesetzt, er hatte dann sich noch

tim-pritlove: die Zeit genommen, da haben wir nochmal eine halbe Stunde über die ganze Geschichte

tim-pritlove: und die Details besprochen, wie er das so sieht, wie sich das so entwickelt

tim-pritlove: hat, wohin es sich noch alles entwickeln soll.

jan-grobi: Und dann hört ihr uns in kompletter Besetzung wieder am Montag nach dem Wolfsburgspiel

jan-grobi: die Männer haben ja jetzt Länderspielpause,

jan-grobi: und da haben wir auch einen Gast, auch einen ganz besonderen Gast und da werden

jan-grobi: wir so mal ein bisschen soweit kann ich schon vorgreifen, werden wir uns ganz

jan-grobi: schön um die Frauen kümmern da werden wir mal so,

jan-grobi: Trainer und was kommt, was bleibt von Aileen und so weiter beleuchten und das

jan-grobi: wird bestimmt hochspannend und ich freue mich drauf.

tim-pritlove: Interessant. Alright.

tim-pritlove: Okay, dann sagen wir jetzt Tschüss und schalten zum Interview. Bis bald.

jan-grobi: Bis dann, tschüss.

tim-pritlove: Ja, hallo, hier ist Tim, Tim Rittlaff und ich bin hier gerade auf einer Südafrika-Reise

tim-pritlove: und auf dieser Reise hat es mich wenig überraschend auch nach Lattegansfly geschlagen.

tim-pritlove: Das ist in der Nähe von Auzhorn im Südafrikas, kann man sagen.

tim-pritlove: Und das ist der Standort des Stadions an der Alten Försterei 2.

tim-pritlove: Und ihr werdet sicherlich schon wissen, wer da alles dahinter steckt, nämlich vor allem,

tim-pritlove: Dario Obanski. Und ich begrüße Dario jetzt bei uns. Hallo Dario.

dario: Ja, hallo und liebe Grüße zurück an deine Hörer und all seine Grüße aus Südafrika.

tim-pritlove: Ja, genau. Ja, ich bin jetzt hier einen Tag gewesen bei euch und habe mir auch

tim-pritlove: das Stadion angeschaut und Fußball gespielt.

tim-pritlove: Sehr schön, schon lange nicht mehr im Tor gestanden.

tim-pritlove: Genau, Dario. Erzähl uns doch mal ein bisschen, wann du nach Südafrika gekommen

tim-pritlove: bist und wann so die Idee für dieses Stadion dir kam.

dario: Also unsere erste Urlaubsreise war 1993 und wir haben uns sofort verliebt hier

dario: in Land und Leute und die ganze Kultur hier und wir haben dann beschlossen,

dario: wir werden mit der Familie auswandern, um hier in Ortshorn eine Straußenfarm zu eröffnen.

dario: Denn damals war das wirtschaftlich auch sehr rentabel, also nicht die dümmste Idee.

dario: Und 1995 sind wir dann ausgewandert. Ja, und hier einmal angekommen,

dario: haben wir uns natürlich auch sozial für unser Ort hier quasi arrangiert.

dario: Wir haben eine Grundschule gerettet, eben vom Zerfall.

dario: Die haben jetzt mittlerweile supermoderne Klassenzimmer dort.

dario: Die haben eine Solaranlage von der Katharina Witt Stiftung gesponsert damals.

dario: Wir haben zusammen mit dem Virus damals gesammelt für einen Schulbus,

dario: dass die Kinder hier nicht die endlosen Weiten laufen müssen zur Schule,

dario: jeden Morgen und jeden Nachmittag wieder zurück.

dario: Ja, und so ging das dann weiter. 2010 kam dann hier die WM nach Südafrika und

dario: wir waren alle mächtig stolz, dass wir Gastgeber von so einem wunderschönen Turnier sein durften.

dario: Und natürlich ist das natürlich bei unseren Kindern auch nicht unbemerkt da

dario: vorbeigegangen. Die wollten Fußball spielen und taten das dann.

dario: Auf der Grevelroth hier. Und ja, das gab natürlich Ärger, muss Ärger geben,

dario: denn hier fahren Fahrzeuge auf einer Straße und die ist natürlich nicht zum Fußballspiel gedacht.

dario: Dann irgendwann im 2010 hatten wir eine Bürgerversammlung hier gehabt und da

dario: kam die Sprache von einem Fußballplatz das erste Mal hier auf den Tisch.

dario: Und ja, der Deutsche, der kann sowas, der macht sowas eben halt.

dario: Und ich habe dann mal die alten Freunde in Berlin bei Union aktiviert und so

dario: die erste Reaktion war, was rauchst du da unten eigentlich?

dario: Komm mal raus aus der Sonne, bist du bescheuert?

dario: Das ist eine Wüste da unten und viele kannten uns ja und wie gesagt,

dario: wir sind ja mit vielen von unseren Unionern heute noch in Kontakt.

dario: Ja und dann haben wir trotzdem gesammelt, haben uns noch nicht abbringen lassen

dario: von der, erst mal von der Grundidee und haben dann schon 2011 dann die Fläche

dario: für den Fußballplatz eben halt geägnet,

dario: also mit Baggern kommen lassen und dass man da erstmal so halbwegs sieht,

dario: wo dann mal die Reise später hingeht.

dario: Also wo wir jetzt stehen und wie wir damals angefangen, wir hätten uns mit dem

dario: Leben nicht geträumt, dass wir so weit kommen.

tim-pritlove: Lass uns doch mal kurz teilhaben, also damit sich die Leute vorstellen können,

tim-pritlove: wie das hier so ist. Also hier ist weites Feld, man blickt hier schön über die

tim-pritlove: Hügel, ist dünn besiedelt.

tim-pritlove: 20 Kilometer von hier ist Auzhorn der nächste Ort.

dario: Ja, 25 Kilometer.

tim-pritlove: Genau, das ist ja eine etwas größere Siedlung schon, aber so Lattegansvlei,

tim-pritlove: also hier euer unmittelbares Umfeld, wie viele Leute wohnen hier ungefähr?

dario: Okay, also La Transflee ist so eine Art Vorort. Wir werden verwaltet von der Stadt Auzorn.

dario: Wir haben hier selber 420 Einwohner hier. Wir sind eine kleine Gemeinde.

dario: Und ja, du sagtest schon, das ist alles sehr weit auseinandergeschreckt.

dario: Die Farben sind relativ groß und jede Farm hat so seine eigenen Siedler für

dario: ihre Arbeit da eben teilt.

dario: Und ja, deswegen ist das eigentlich ein richtig großer Ort eigentlich.

tim-pritlove: Und viele Kinder und die wollen natürlich Fußball spielen.

dario: Richtig, wir haben bei uns in der Grundstiefe zur Zeit 82 Kinder.

dario: Wir haben beim Fußball dieses Jahr relativ wenig allerdings,

dario: 42 Kinder angemeldet und wir spielen in der U11, in der U13,

dario: sehr erfolgreich übrigens, und die U15 eben halt.

dario: Es gibt in La Transphäre noch eine Männermannschaft, aber die sind eher so talentfrei.

dario: Kann man denen aber auch nicht übel nehmen, ihr Lieben. Ja, der Hauptsport in

dario: Südafrika ist halt Rugby.

dario: Und wenn die Männer eben halt von 6 Uhr bis 6 Uhr auf den Feldern arbeiten,

dario: dann kannst du eben halt abends nicht erwarten, dass die dann hier nochmal zum Training kommen.

dario: Das ist einfach irgendwo auch nicht machbar. Die Entfernung sind da einfach auch zu groß.

tim-pritlove: War denn jetzt der Ort dafür, war das sozusagen gleich ganz offensichtlich,

tim-pritlove: mit da passt es hin, muss da noch Land gekauft werden, wem gehört das?

dario: Passt das da hin? Ich weiß es nicht, ob das hinpasst. Das ist ja aus dieser

dario: Idee WM 2010, diese Begeisterung für diesen Fußball, den die ja früher gar nicht kannten hier.

dario: Nimmt man mal, ich sag mal, unser Fußball auf eine Skala der Beliebtheiten der

dario: Sportarten, stehen wir ja in Südafrika irgendwo zwischen Synchronschwimmen und

dario: Frauengolf, wobei das alles tolle Sportarten sind.

dario: Aber wie gesagt, die Begeisterung für Fußball eben halt, die haben wir hier geweckt eben halt.

dario: Und dann die Kinder bis heute, also wir haben 26 jetzt, also mit rüberbringen

dario: können in diese Zeit. Und ja, da ist schon einig gewachsen dort,

dario: was es so vorher hätte mit Sicherheit nicht gegeben.

tim-pritlove: Und jetzt der konkrete Ort, wo der Platz ist.

dario: Okay, das war ursprünglich gehört zu meinem Vater.

dario: Der ist leider verstorben und mein Vater war damals oder ist ja auch Fußballfan.

dario: Und der hat gesagt, okay, das machen wir hier einfach.

dario: Denn wir wollten eigentlich diesen Fußballplatz näher an die Schule bringen,

dario: sodass die eben halt quasi eben halt auch Schulsport machen können.

dario: Aber das hat dann nicht funktioniert. Wie gesagt, die Schule hat nur einen kleinen,

dario: kleinen begrenzten Rahmenstückgrund dort und so haben wir gesagt,

dario: holen wir die zu uns auf der Farm,

dario: der Grund und Boden war bezahlt gewesen und wir sind eher doch hier zentral,

dario: ich würde schon sagen ziemlich zentral mit dem Fußballplatz.

dario: Und ja, das war die beste Möglichkeit damals, um das da zu machen.

tim-pritlove: Und wie gerade war die Fläche vorher?

dario: Ja, die wäre jetzt praktisch geeignet gewesen für Rennrodeln, für Abfahrtsläufe.

dario: Also nee, das war schon viel Arbeit. Also wir mussten auf jeder Seite zwei Meter

dario: weg transportieren und auf der anderen Seite gegenüber zwei Meter dann wieder quasi auffüllen.

dario: Und dieser Boden ist voll mit Felsen, Kleppen, Steinen und alles ist unglaublich hier.

dario: Ja und dann haben wir ja dann irgendwann haben wir dann beschlossen,

dario: diese Steine nach jedem Regen waren die wieder da, keine Ahnung wo die herkamen,

dario: aber auf jeden Fall kamen die wieder aus der Erde.

dario: Und ja, wir haben dann beschlossen, hier muss jetzt Rasen kommen,

dario: denn die Verletzungsgefahr bei den Kindern, wenn die fallen auf so einen Schotter,

dario: ist natürlich auch dann auch groß gewesen.

dario: Ja und dort haben wir dann die Geschichte mit dem Rasen, war ziemlich eins der

dario: ersten, die wir gemacht haben.

dario: Ich glaube 2013 haben wir das erste Mal auf Rasen gespielt mit meinen Alt-Unionern,

dario: die waren hier eingeladen.

dario: Die haben gesagt, die hauen wir weg, da sind da nur Kinder.

tim-pritlove: Dein Fanclub, ne?

dario: Ja, mein Fanclub, genau. Schöne Grüße, wenn ich darf jetzt an der Stadt. Ja, wunderbar. Ja, und,

dario: wir haben noch ordentlich von den Kindern innen auf die Mütze gekriegt. Also, lass mal das.

dario: War eine schöne und unvergessliche Erfahrung. War ein wunderschöner Tag mit den Jungs hier.

tim-pritlove: Ja, ja, die können auch echt super spielen. Ich habe hier gemeinsam ein Spiel

tim-pritlove: gemacht. Und zwar, wie die sich da reinschmeißen.

dario: Und Respekt vor deiner Torwartleistung. Also, du hast uns ja gestern den Arsch

dario: freigeraten. 4 zu 2 haben wir gewonnen.

dario: Auch das erste Ehrenresultat, das selten ist hier. Ja, aber war echt toll.

tim-pritlove: Schon eine Weile her, dass ich im Tor stand.

dario: Naja, aber man hat schon gesehen, du hast das nicht das erste Mal gemacht.

tim-pritlove: Ja, das mag sein.

dario: Cool.

tim-pritlove: Ja,

tim-pritlove: dann schauen wir doch mal kurz, also ich möchte gerne so ein Bild hier erzeugen für die Leute.

tim-pritlove: Also man kommt von der Hauptstraße, geht so ein bisschen zur Seite,

tim-pritlove: der Weg spaltet sich auf.

tim-pritlove: Da ist dann halt der Rasenplatz, der hat ordentlich zu leiden unter der Sonne, das merkt man.

tim-pritlove: Wo kommt das Wasser her für diesen Rasen?

dario: Also wir haben hier Wasserrechte für die Farben.

dario: Alle 16 Tage bekommen wir 32 Stunden Wasser, die können wir dann entnehmen.

dario: Und das nutze ich quasi für unseren Fußballplatz. Aber momentan,

dario: wir hatten jetzt letzte Woche Temperaturen 42 bis 44 Grad.

dario: Und das schafft doch kaum ein Rasen. Auch in Deutschland hätten die da echt

dario: Probleme. Und wir haben noch ein Problem, weil die Flüsse sind seit Wochen ausgetrocknet.

dario: Wir können momentan gar nichts, selbst wenn wir wollten, wir können momentan gar nichts tun.

dario: Ja, jetzt die letzten zwei Tage hat es ein bisschen geregnet und der Rasen sieht

dario: eigentlich noch gut aus.

dario: Der kommt, der wird also wieder, ja, so wie er mal war, so wie unsere Leute

dario: den kennen. Aber momentan ist da einfach nicht mehr drin.

dario: Momentan können wir nicht mehr. Ja, Spiele sind im Moment eh nicht.

dario: Also große Spiele, Turniere haben wir jetzt im Moment erstmal kurzfristig alle

dario: ausgestellt. Das heißt, wir haben das abgesagt eben halt.

tim-pritlove: Wegen des Wetters.

dario: Ja, wegen dem Wetter eben halt. Du kannst bei 42 Grad da nicht spielen, das geht halt nicht.

dario: Und wie gesagt, dass der Rasen, wenn er zu sehr strapaziert wird,

dario: dann geht er dann wirklich kaputt. Und da war jetzt schade drum. Das war viel Arbeit.

tim-pritlove: Ja, viel Arbeit war das auf jeden Fall. Es ist ja auch schon einiges an Infrastruktur entstanden.

tim-pritlove: Also der Platz hat natürlich vor allem die schöne Tribüne. Wann kam die dann dazu?

dario: Die Tribüne, die hat man relativ schon früh dort, nur wie gesagt,

dario: die Reklame, das meinst du diese Reklame, alte Försterei 2. Die kam dann etwas.

dario: 2013 kam die Bühne, wurde die gebaut Und dann war natürlich klar,

dario: der Name muss irgendwo hier groß und weit sichtbar dann zu sehen sein.

dario: Also Alte Försterei 2 war ja so unser Vorbild. Das ist ja ein Stück Heimat,

dario: was wir hier mit hergebracht haben.

dario: Ne, das hat schon so ein bisschen Tradition hier.

tim-pritlove: Okay, das kam also früh, also das ist eine schöne Tribüne mit so vier,

tim-pritlove: fünf großen Stufen, das heißt.

dario: Da kann man Schatten sitzen. Richtig, 330 Dittplätze und wie gesagt,

dario: unsere Tribüne ist nicht gebaut

dario: wegen Regen, sondern eben halt die Sonne bretelt dir hier das Gehirn weg.

tim-pritlove: Genau, wenn man den Platz schon nicht überdachen kann, dann zumindest für die Zuschauer.

dario: Richtig.

tim-pritlove: Das ist cool. Aber auch drumherum ist ja schon einiges entstanden, ja Flutlicht.

dario: Richtig, 2015, genau. Und wir haben ein Cateringshäuschen, wir können also quasi,

dario: wir sind in der Lage bei Großveranstaltungen, Also wir haben bis zu 1500 Leute

dario: da zu versorgen mit dieser Geschichte.

dario: Wir haben unsere Movie-Wand, wir haben Kinoveranstaltungen hier.

dario: Das ist eine Wand, die ist fünfmal sieben Meter groß, weise Strichen.

dario: Wir haben den Beamer hier.

dario: Wir haben jetzt neu auch eine Satellitenschüssel dort, aber schon in Vorbereitung für Public Viewing.

dario: WM, WM, WM, das werden wir uns hier anschauen. Von den Zeiten her passt das so einigermaßen.

dario: Wir haben dann vor Corona gefragt

dario: um eine Bühne. Wir wollten nicht nur sportliches Zentrum hier sein.

dario: Denn wie gesagt, mit Volleyball, Fußball und Marathon haben wir ja schon einige Sachen hier am Start.

dario: Wir wollten auch kulturell was bieten. Wir wollten also auch für die Leute eben

dario: halt, gerade die Künstler in Corona-Zeiten, sehr schwer irgendwie da auch Geld

dario: zu verdienen und irgendwelche Sachen.

dario: Da kam dann die Idee, man, wir bauen eine Bühne, sodass die da auch mal auftreten können eben halt.

dario: Ja und zum Anfang wollte da auch keiner ran. Und jetzt mittlerweile läuft das Ding wunderbar.

dario: Wir hatten sechs Großveranstaltungen letztes Jahr auf der Bühne gehabt.

dario: Bei uns, die nächste Großveranstaltung ist um die Ecke. Wir haben jetzt so einen,

dario: ja Gott, einen Rapper nennt sich der Rapper. Das ist nicht meine Musik,

dario: muss ich ganz ehrlich sagen. Sorry, Jungs.

dario: Aber ja, ist ja nicht für mich die Musik, sondern eben halt für uns,

dario: wie meine. Und wir haben ja so einen Shootingstar im Nachbardorf.

dario: Der hat gerade einen Hit am Start. Und den habe ich dann einfach mal angerufen.

dario: Und ich habe gesagt, komm, Junge, du bist hier aus dem Nachbarort.

dario: Willst du hier nicht mehr was machen? Und was könnte uns sowas kosten?

dario: Hat er gesagt, das ist ja auch so.

dario: Homecoming, ich mache das für unsere Jungs hier gratis, das kostet euch nichts.

dario: Ja, natürlich werden wir einen parant Eintritt verlangen müssen eben halt,

dario: damit man so ein bisschen die Kosten deckt.

dario: Die Bühne muss man auch machen, die Toiletten muss man fertig machen,

dario: im Kettingshaus wird alles wieder gemacht werden.

dario: Ja, Veranstaltungen, das kostet Geld halt.

dario: Gut, wir wollen daran jetzt auch nichts verdienen, aber wenn das am Ende plus

dario: minus null rauskommt und wir vielleicht da vier oder fünfhundert Leute da haben,

dario: da wären wir schon sehr zufrieden.

tim-pritlove: Genau, und ihr schaut ja auch immer darauf, diese Infrastruktur weiter aufzubauen.

tim-pritlove: Wir sind ja noch gar nicht fertig mit der Aufzählung. Es gibt da auf jeden Fall

tim-pritlove: noch so ein Häuschen für die ganzen Trikots, Klamotten, Bälle, Schuhe.

tim-pritlove: Dann gibt es hinten noch einen Technikraum, den habe ich nicht gesehen.

dario: Ja, den gibt es da noch. Und wir haben dann ja, wie gesagt, unser neuestes Projekt,

dario: das wird Containerdorf. Da hilft uns die Union Stiftung Schulter an Schulter.

dario: Unglaublich, was die dort alles machen. Wenn ich jetzt mal wieder größelos werden

dario: kann, Also wie gesagt, an Roberto Opitz, ohne den würde hier fast gar nichts gehen.

dario: Thomas Mayer, Ulrike Groß, wie sie alle heißen dort eben halt.

dario: Du hast ja auch selber Sachen mitgebracht für die Kinder, auch von der Stiftung.

dario: Also die sind unglaublich und stehen wirklich hinter dieses Projekt.

dario: Ohne die wären wir heute noch lange nicht da, wo wir jetzt heute schon stehen.

tim-pritlove: Klar, Containerdorf ist die

tim-pritlove: Idee, dass man also hier Übernachtungsmöglichkeiten schafft für die Kids.

dario: Ja, also die Idee ist entstanden. Wir hatten ja 2015 die D-Jugend von Union

dario: Berlin hier bei uns für sieben Tage im Trainingslager.

dario: Fanden wir eine geile Geschichte. So und mittlerweile haben wir hier in unserer

dario: Gegend hier alles abgeklappert.

dario: Also man hat kaum noch gute Gegner hier und viele kommen schon gar nicht mehr

dario: zu uns, weil sie Angst haben, die kriegen hier die Mütze wieder voll.

dario: Wenn wir hier irgendwo gute Gegner bräuchten oder brauchen, dann muss man nach

dario: Mosdow-B fahren. Das sind ungefähr 120, 130 Kilometer weg.

dario: Nach George sind es knapp 80 Kilometer oder Kapstadt im Teil.

dario: Aber diese Geschichten sind dann immer verbunden mit einer Übernachtung.

dario: Und das Geld haben wir hier nicht.

dario: Wir haben keinen super Sponsor, der sagt, Mensch, wir finanzieren euch das sowas

dario: hier jede Woche oder alle 14 Tage, wäre ein Träumchen.

dario: Aber wir sind schon sehr froh, dass wir immer im Jahr mit den Kindern irgendwo

dario: hingehen. Da sparen wir auch dann eben halt.

dario: Auch dort sehr, sehr viel Unterstützung eben halt auch aus Berlin.

dario: Die Leute sagen, Mensch, hier sind mal 20 Euro.

dario: Und man kann ja hier mit wenig Geld eigentlich noch relativ viel machen.

dario: Containerdorf war uns wichtig. eben halt, wir haben ja die Waschräume dort jetzt,

dario: die Duschräume dort fertig, die können wir uns dann nachher nochmal angucken,

dario: wenn ihr dann Lust habt, dann fahren wir nochmal vorbei.

dario: Ja und das Containerdorf soll eben halt quasi für 40 Personen Platz bieten,

dario: dass wir da übernachten können, denn wenn man jetzt Clubs anschreibt,

dario: in Kapstadt zum Beispiel,

dario: die haben ja alle nicht die Kohle, das sind ja alles keine Profi-Clubs eben

dario: halt so und dann kriegen die eventuell noch einen Bus gesponsert,

dario: aber wenn es dann anfängt, dass sie ein, zwei Tage dann mal hier übernachten

dario: sollen, dann hört es dann schon auf,

dario: denn hier so ein Jugendherber Unter 400, 450 Rand kriegst du hier nichts Besonderes.

dario: Und wenn wir den Leuten sagen, bringt euch eine Decke mit, wir haben die Betten

dario: da drin, bringt euch alles mit.

dario: Und dann stießt man dann auf. Der Vorteil ist eben halt, wenn man solche Teams

dario: hier herholt, profitieren ja unsere Kinder auch wieder davon.

dario: Denn wenn hier Kinder sind, wollen die ja, was denkst du? Fußball spielen. Genau, so ist es.

dario: Und das ist also Win-Win für uns. Und wir hoffen natürlich auch,

dario: denn wenn wir mal eingeladen werden, dass die für uns dann auch sagen,

dario: Unterkunft steht für euch bereit.

dario: Also ich denke, das ist eine ganz große Kiste, was wir hier vorhaben.

dario: Und ich hoffe auch mit der Unterstützung wieder von Berlin, dass wir auch das

dario: Projekt wieder auf die Füße kriegen. Wir sind ja schon relativ weit.

tim-pritlove: Genau, ihr habt schon angefangen, da ist jetzt noch ein gewisser Weg zu gehen

tim-pritlove: und wenn das jetzt kontinuierlich weitere Zusatzfinanzierung bekommt,

tim-pritlove: so rein jetzt von der Zeit her, könnte das in einem Jahr vielleicht sogar auch schon.

dario: Nee, wir wollen eigentlich eher fertig werden. Wir wollen eigentlich fertig

dario: werden. Aber so wie du schon sagst, das hängt ja immer an der lieben Kohle.

dario: Ohne Moos, nichts los. Und wir sind schon relativ weit gekommen.

dario: Die Container, wie gesagt, stehen da.

dario: Wir sind jetzt dabei, eben halt die Treppe zu bauen. Dann muss dort noch ein

dario: schönes Blatt gemacht werden, dass das ein bisschen eben ist.

dario: Die Treppen eben halt zu den Containern. Die Türen und Fenster müssen reingeschnitten werden.

dario: Dann muss dort alles gefließt werden oder soll gefließt werden.

dario: Dann werden eben halt die Betten reinkommen. Und dann die Unionsstiftungen,

dario: die kommen ja eben halt mit Leuten hier im März, am 8. März sind die hier.

dario: Freut mich schon auf die Jungs.

dario: Und da sind die Jungs und Mädels, die wollen dann kommen, Malern helfen,

dario: sodass dann schon das Gröbste direkt mal fertig haben.

dario: Das Dach von den Containern muss nochmal versiegelt werden.

dario: Das sind alte Schiffscontainer. Da sind zwei oder drei, die haben jetzt nach

dario: dem Regen doch ein bisschen Feuchtigkeit durchgelassen. Keine großen Geschichten.

dario: Das soll dann quasi mit Dachpappe und Teer zukommen.

dario: Und dann soll dann ein kleines überstehendes Dach dann noch,

dario: aber das ist dann später. Das kann man hinterher immer noch machen.

dario: Weil bei dieser Sonneneinstrahlung, da ist so ein Dach nochmal extra nicht schlecht.

dario: Weil ansonsten werden die da gleich da drin gekocht oder gebraten in den Containern.

tim-pritlove: Ja, vielleicht auch nochmal einen Ort für die nächste Solaranlage. Eine habt ihr ja schon.

dario: Eine schöne Solaranlage haben wir schon. Auch wieder von der Dr.

dario: Rausch-Stiftung, die hat da finanziell gut geholfen aus der Schweiz.

dario: Und wieder mal die Union-Stiftung, die haben sich da gut wieder ins Zeug gelegt dort.

dario: Ja, bei uns, ob alle Projekte, die wir haben, hier bei uns privat haben wir

dario: eine Solaranlage. Wir haben bei der Schule alles unter Solar und eben halt 16

dario: kW steht auf dem Stadion.

dario: Da wird eben halt mit den Strahlen, mit dem Flutlicht, die komplette Bühne eben

dario: halt damit dann versorgt. Und ich meine, das ist eine tolle Schicht.

dario: Wir haben Sonne hier ohne Ende.

tim-pritlove: Also ihr habt auch einen Akku und so.

dario: Da gibt es auch einen Akku, ein Riesenakku ist dazu und der funktioniert gut, ja.

tim-pritlove: Super.

dario: Ja, prima.

tim-pritlove: Ja,

tim-pritlove: was haben wir noch vergessen aufzuzählen? das ist im Prinzip die Infrastruktur,

tim-pritlove: wie sie jetzt gerade steht.

tim-pritlove: Was wünscht ihr denn noch?

dario: Boah, was ich mir wünsche. Ja, dass man gesund bleibt und das noch jahrelang

dario: mitmachen kann hier eben halt. Dass man sich noch ein bisschen einbringt eben halt.

dario: Dass das Projekt etwas größer wird vielleicht, dass man das noch auf breitere Füße stellt eben halt.

dario: Wie gesagt, die Geschichte mit dem Konzert ist ja noch lange nicht ausgelotet.

dario: Aber auch da brauchst du wieder, denn der nächste Marathon wird im November

dario: statt sein, der fünfte übrigens.

dario: Da haben wir ja einen guten, wie sagt man, Sponsor aus der Schweiz,

dario: der Adrian Josti, das ist ein Extremsportler, der läuft in der Schweiz irgendwelche

dario: besonderen Sachen und sammelt dann hier Geld ein und da wäre eben halt dann schön,

dario: wenn man da aus der Geschichte her wieder die nächsten Projekte wieder aufbaut,

dario: also Ideen sind da, Ideen sind noch jede Menge da.

tim-pritlove: Gibt es noch mal so ein bisschen ein Gefühl dafür, was hier so geht täglich?

tim-pritlove: Also jetzt, gut, jetzt ist es vielleicht gerade zu heiß und zu trocken,

tim-pritlove: aber üblicherweise, wie wird der Platz so in der Woche genutzt?

dario: Der wird eigentlich genutzt, wenn um halb zwei, zwei Uhr die Schule zu Ende

dario: ist, sind die ersten Kinder schon da. Die kommen dann schon mit ihren Schuluniformen

dario: dort und spielen Fußball.

dario: Also gestern waren, wie viele Kinder wären die gewesen? 15. Ja, so etwa.

tim-pritlove: Zwei Mannschaften mit so einer Größenordnung.

dario: 15, 16, die waren ja da. Wir haben sie ja nicht bettelt, die waren ja da.

dario: Wenn ich jetzt mein Auto gehabt hätte und hätte noch die Leute,

dario: die Kinder noch abgeholt, dann hätten wir locker 30 Kinder, 35 Kinder zusammen

dario: kriegen können. Also das ist ja kein Thema.

dario: So einmal eine Woche veranstalten wir mit den Kindern ein Training.

dario: Das ist meistens Mittwochnachmittag.

dario: Wie gesagt, im Moment ist das auch noch zu heiß. Das machen wir im Moment jedenfalls

dario: nicht. Das liegt jetzt auch nichts an.

dario: Und am Wochenende sind dann eben halt Spiele. Entweder eine Woche sind wir bei

dario: uns und die andere Woche versuchen wir eben halt auswärts irgendwas zu organisieren für die Kinder.

dario: Und einmal im Monat versuchen wir eine große Veranstaltung da zu organisieren,

dario: seit einem Movie Night, also einem Kinoabend, seit einer Veranstaltung,

dario: eben halt eine Party oder irgendein Tanzabend oder sowas.

dario: Das versuchen wir einmal im Monat dann zu machen. Du hast ja unser Fotobuch

dario: gesehen, das ist ja ordentlich dick geworden im letzten Jahr.

tim-pritlove: Allerdings, ja, richtig was los.

dario: Da sind ja alle unsere Aktionen gut dokumentiert.

tim-pritlove: Alle Gäste und so, sehr schön.

dario: Ja, nicht alle Gäste, das schaffst du nicht.

tim-pritlove: Wagt sich alle, aber eine ganze Menge. Auf jeden Fall totale Fußball-Ökomäne,

tim-pritlove: beileibe jetzt nicht nur Unioner, die hier auslaufen.

dario: Nein, um Gottes Willen. Gestern haben wir ja aus Leipzig Besuch hier gehabt,

dario: habt ihr gesehen, ach, die kommen aus Wolfsburg, werden wir gut unterstützt,

dario: Hamburg, Bremen. Schöne Grüße nach die Bremer, na Augsburg.

dario: Unsere Fans in Augsburg.

tim-pritlove: Augsburg, vorliegen, ja, genau.

dario: Ja, und ja, wie gesagt, die kommen ja aus der ganzen Republik hier und nicht

dario: nur aus Deutschland eben halt, sondern aus der Schweiz, aus Österreich. Ja, ist schon verrückt.

tim-pritlove: Genau, in den Farben getrennt, aber halt...

dario: In der Sache gemeinsam, genau so.

tim-pritlove: Auf jeden Fall. Wenn du sagst, wir trainieren dann, Trainer bist du auch noch?

dario: Ich bin Trainer, aber wie gesagt, den Jamil hast du auch gestern kennengelernt.

dario: Der ist so meine rechte Hand.

dario: Denn mit unserer Farm hier, mit dem Gästehaus, haben wir auch zu tun.

dario: Und da klappt das nicht immer.

dario: Und da brauchst du schon jemanden, der dann auch weiß, was wir dann mit den Kindern tun.

dario: Und der das dann eben halt auch ein bisschen kontrolliert und auch ein bisschen

dario: abfragt. Dann also der ist so, der wird so, ich sage mal, meine rechte Hand

dario: werden hier auf dem Platz.

dario: 21 Jahre, ein junger Kerl, hat letztes Jahr schon zweite Liga hier in Südafrika gespielt.

dario: Toller Fußballer, vielleicht mal eine Empfehlung, vielleicht braucht den jemand

dario: in Berlin. Der würde ein Jahr umsonst spielen.

tim-pritlove: Warst du denn früher auch schon mal Trainer?

dario: Nein, ich habe mit Fußball nichts eben halt am Hut gehabt. Wenn die Kinder bei

dario: uns früher in der Schule eben halt in unserem Dorf dort, in Marienthal,

dario: bin ich ja groß geworden.

dario: Wenn die dann eben halt zwei Mannschaften gewählt haben, war ich meistens immer

dario: das letzte dicke Kind, was da übrig war. Den könnt ihr haben,

dario: dann durfte ich erstmal in den Turm und nachdem ich die ersten drei dann durchgelassen

dario: habe, dann haben sie mich dann auch verbannt, aber wie gesagt,

dario: Fußballfan mit Leib und Seele.

tim-pritlove: Genau, du bist ja so 76 zur Union gekommen, also bist du auch aus Köpenick?

dario: Nee, ich bin in Potsdam geboren und ich habe dann meine Jugend verbracht oben

dario: in Marienthal, ich weiß nicht, ob das jemand sagt, Grand See ist...

dario: Zedönig die Ecke da oben haben und meine Lehre habe ich gemacht bei der KBS

dario: 2 in Neuruppin, ich habe Kellner gelernt und meine Armeezeit war in Lenitz in Oranienburg und ja,

dario: da sind wir dann immer meistens dann ab, ja und dann nach Köpenick ins Stadion,

dario: wenn wir Ausgang hatten und durften, das war schon eine wilde Zeit.

tim-pritlove: Und ja, dann warst du, bist du sozusagen hier abgehauen, bist eigentlich regelmäßiger

tim-pritlove: Gast auch in der Altenfürstung.

dario: Nein, bin ich nicht. Tut mir echt leid. Ich war einmal in jetzt 30 Jahren in Berlin gewesen.

tim-pritlove: Ich meine vorher, also in der Zeit warst du dann regelmäßig.

dario: Also vorher, bevor wir noch in Deutschland waren, waren wir regelmäßig.

dario: Ja, nicht jedes Spiel, aber wir waren doch schon.

tim-pritlove: Ballzeite?

dario: Wenn es dann irgendwie ging, ja, wo Platz war eben halt, die Ballzeite war ja immer gut gefüllt.

dario: Ja, aber das war jetzt nicht so wichtig, wo man dann sieht, Hauptsache man ist

dario: dabei das ist ja für mich, das ist nicht nur Fußball, das ist Familie.

tim-pritlove: Ja, manche haben ja also ihren Fest.

dario: Ja, ja, ja, ja. Ich kann dir auch meinen Platz noch zeigen, wo wir waren immer.

dario: Ja, da hat sich aber alles verändert und wie gesagt, in 30 Jahren war ich einmal

dario: jetzt in der Zwischenzeit eben halt in Berlin wieder zum Aufstiegsspiel gegen Rettenspiel.

tim-pritlove: Also dem ersten Spiel der Bundesliga.

dario: Genau, war ich dabei und zum ersten Auswärtsspiel und das hat mich sehr gefreut,

dario: dass es nach Aussonnen ging.

dario: Wir haben ja gestern und hat erzählt, wir haben sehr viele Freunde auch in Augsburg,

dario: an dieser Stelle auch Grüße darunter mal und ja, wie gesagt,

dario: schöne Geschichte, Yvonne.

tim-pritlove: Hast ja natürlich das richtige Spiel ausgesucht, ich fand das super emotional,

tim-pritlove: so Ergebnis, egal, es wird einfach,

tim-pritlove: gesungen, halbe Stunde, war

tim-pritlove: einfach ein schöner Moment, auch vorher mit den Fotos und so, der ganzen,

tim-pritlove: Unioner, die dann auch noch mit dabei sind.

tim-pritlove: Ja, es ist eine tolle Stimmung.

dario: Ja, war so.

dario: Ne, das war schön.

tim-pritlove: Ja, was wünsche ich dir noch? Hier kann man immer runterkommen.

tim-pritlove: Ihr habt ja hier, also muss man ja dazu sagen, ihr habt ja hier so ein Gästehaus.

tim-pritlove: Es ist relativ einfach, hier aufzuschlagen. Man schreibt dir eine Mail.

dario: Richtig.

tim-pritlove: Ihr seid auf Facebook. Bei Facebook. Ihr könnt so kontaktiert werden.

tim-pritlove: Und wenn man dann halt den Weg hier über die Gravel Road auch gefunden hat.

dario: Ja, so schwer ist es nicht. Ne, so stimmt schon. Man kann sich eigentlich ja gar nicht verfahren.

tim-pritlove: Ja, aber der Weg ist dann immer noch ein bisschen länger, als man denkt.

tim-pritlove: Und so, der Staub, also es ist wirklich ein interessantes Gefühl.

dario: Aber 14,5 Kilometer sind auch in Deutschland nur 14,5 Kilometer.

dario: Das Problem ist, das wirkt so langsam, weil die Leute zu langsam fahren und

dario: das ist eigentlich der Fehler.

dario: So eine Greve Road fährt man mit einer 60 und einer 70 und dann ist das schon

dario: ertragbar. Das kann man jetzt schon machen.

tim-pritlove: Das macht man nicht, wenn man das das erste Mal macht.

dario: Nein, das erste Mal sicherlich nicht. Aber du wirst sehen, wenn du das zwei,

dario: dreimal hier fahren bist, dann bist du hier und sagst, ach hier, der ist einheimisch.

tim-pritlove: Ja, ja, ich hab schon gemerkt, alle, die mir entgegen kamen,

tim-pritlove: die hatten dann ganz eins mit drauf.

dario: Also man merkt, wenn man zu uns zu langsam ist, dann überholen einen die Schildkröten

dario: und dann sollte man doch ein bisschen Gas gehen.

tim-pritlove: Genau. Und ihr habt hier euer Straußennest mit vielen Übernachtungsmöglichkeiten.

dario: Ja, so groß sind wir eigentlich gar nicht. Wir haben zwei Rondables und wir

dario: haben jetzt hier die drei Gästezimmer, eben eine Familiengeschichte und dann

dario: zwei Doppelzimmer eben halt und dann die zwei Rondables.

dario: Also wir können maximal zwischen 10 und 15 Leute aufnehmen hier.

dario: Kommt immer gerade an, wie passt eben halt.

dario: Ja, und wie gesagt, in der Saison rechtzeitig mal melden, eine E-Mail schreiben

dario: und bitte nicht unangemeldet hier ankommen.

dario: Wir sind ein Zweimannbetrieb, ich und Carmen hier und dann kommen dann Leute

dario: und erzähl mal deine Geschichte und diese Geschichte erzähle ich jeden Tag mindestens einmal.

dario: Und irgendwann reicht es dann auch mal.

tim-pritlove: Aber jetzt hier für unsere Heim-Unioner.

dario: Aber selbstverständlich, natürlich.

tim-pritlove: Ja,

tim-pritlove: Super, Dario. Ich sage vielen Dank für deine Arbeit hier.

tim-pritlove: Ich meine, das ist ja auch schon nochmal eine Lebensleistung extra und ich finde

tim-pritlove: es super, dass ihr hier so präsent seid.

tim-pritlove: Ich meine, das ist ja mehr als ein Stadion. Eigentlich kann man davon reden,

tim-pritlove: das ist so ein Kulturzentrum für die ganze Region.

dario: Richtig, Sport und Kultur.

tim-pritlove: Genau.

dario: Da leben wir auf Werk.

tim-pritlove: Sie sind zusammen und ich hatte auch so den Eindruck, die Kids,

tim-pritlove: die schätzen das sehr. Das ist für die einfach auch eine Heimat geworden sozusagen.

tim-pritlove: Für sie ist die alte Försterei auch so ein Fleck-Heimat.

tim-pritlove: Und so soll es sein.

dario: Und es ist doch schön, dass wir eben halt unsere Werte hier mal mit einbringen können in die Region.

tim-pritlove: Ja, ich sag eisern und vielen Dank.

dario: Eisern und niemals vergessen. Vielen Dank. Tschüssi. Tschüss ihr Lieben.

aux: Wir haben ja unsere Liebe, unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein.

aux: Vielen Dank.

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